wanderWE2026 - Liberale-Maenner

freiheitlich, demokratisch, überparteilich
Direkt zum Seiteninhalt

Juli 2026: Wander- und Kulturwochenende der Liberalen Männer

Das "Wander- und Kulturwochenende" der Liberalen Männer fand dieses Jahr vom 24. bis 26. Juli 2026 im Thüringer Wald statt. Bereits ab Freitagnachmittag diskutierten die Teilnehmer bei Kaffee und Kuchen sowie später bei Gegrilltem über die vielen Gesetze, die Männer benachteiligen, diskutiert. Am Samstag wanderte die Gruppe entlang des Schwarzatals bei Bad Blankenburg. Am Samstagabend fand die Mitgliederversammlung statt. Am Sonntag wurde eine stillgelegte Porzellanfabrik, das Haus des Volkes in Probstzella und das Schloss Wespenstein in Gräfenthal besichtigt.

Haus des Volkes in Probstzella
Bild: "Haus des Volkes" in Probstzella.

Bei sehr sonnigem Wetter trafen sich Mitglieder und Freunde der Liberalen Männer im Thüringer Wald, um bei Wandern und Kultur die aktuelle politische Situation insbesondere zur Benachteiligung von Jungen, Vätern und Männern zu diskutieren. Das Wochenende begann am Freitagnachmittag bei Kaffee und Kuchen. Anschließend wurde über mehr als 20 deutsche Gesetze, die Jungen, Väter und Männer benachteiligen, diskutiert. Außerdem wurde ein Dokumentationsvideo zu einem Vortrag im Paul-Löbe-Haus (Deutscher Bundestag, Berlin) über Gleichberechtigung von Vätern angesehen und darüber diskutiert. Der Tag endete in lockerer Runde mit einem Grillabend.

Wanderung bei Bad Blankenburg
Bild: Aufstieg zum Silberberg (oben links), Blick auf den Eberstein und das Schwarzatal (oben rechts), Felsformation am Silberberg (unten links), Hütte an der Teufelstreppe (unten rechts).

Am Samstagmorgen begann die Wanderung am Chrysopraswehr in Bad Blankenburg. Zunächst ging es hoch zum Silberberg. Die Strecke führte vorbei an schönen Felsformationen und Aussichtspunkten (z.B. "Wendelstein", "Bindseil-Felsen", "Ingoklippe", "Ebersteinblick", "Griesbachfelsen") mit einem weitreichenden Blick über das Schwarzatal und auf das ehemalige Jagdschloss Eberstein. Bei der Hütte an der Felsformation "Teufelstreppe" wurde eine kurze Rast eingelegt. Anschließend ging es in die kleine Ortschaft Böhlscheiben. Dort wurde die Dorfkirche besichtigt, die trotz ihrer geringen Größe mit zwei Emporenebenen beeindruckte. Danach wurde die kleine Ortschaft Cordobang erwandert. Dort gab es Fachwerkhäuser und Häuser mit Schieferdekoration zu bewundern. Auf dem weiteren Weg zum Schweizerhaus, an dem eine kurze Pause mit Softeis eingelegt wurde, ging es vorbei an Sonnenblumenfelder. Anschließend wurde noch das ehemalige Jagdschloss Eberstein besichtigt, bevor es dann zurück nach Bad Blankenburg ging. Dort endete die rund 15 km lange Wanderung. Am Abend nach der Wanderung fand die jährliche Mitgliederversammlung in Saalfeld an der Saale statt.

Wanderung bei Bad Blankenburg
Bild: Dorfkirche in Böhlscheiben (oben links), schieferdekoriertes Haus in Cordobang (oben rechts), Sonnenblumenfelder bei Cordobang (unten links), ehemaliges Jagdschloss Eberstein (unten rechts).

Am Sonntag wurde zunächst eine stillgelegte Porzellanfabrik besichtigt. Die Fabrik produzierte noch bis 2014 hochwertiges Porzellan, musste dann aber wegen der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland Insolvenz anmelden. Anschließend wurde im Haus des Volkes in Probstzella zu Mittag gegessen und anschließend das Hotel und Museum besichtigt. Das Gebäude wurde im Jahr 1927 unter anderem von dem Bauhaus-Schüler Alfred Arndt als Hotel und Volkshaus im Auftrag des Unternehmers und SPD-Mitglieds Franz Itting errichtet. Tragischerweise wurde Herr Itting trotz seiner Gönnerhaftigkeit sowohl von den Nationalsozialisten als auch von den kommunistischen Sozialisten verfolgt. Zu Beginn der 90er Jahre war das Gebäude heruntergekommen, wurde aber im Jahr 2003 von privaten Investoren ersteigert und aufwendig und originalgetreu im Bauhaus-Stil der 20er Jahre restauriert. Heute wird das beeindruckende Gebäude sowohl als Hotel, Restaurant, Veranstaltungshaus und Museum genutzt. Alle Räume (inklusive der Hotelzimmer) bestechen durch die stilechte Restaurierung.

Haus des Volkes und Schloss Wespenstein
Bild: "Roter Saal" (oben links) und Frühstückssaal mit Ausstellung (oben rechts) im "Haus des Volkes" in Probstzella. Schloss "Wespenstein" (unten links) mit Blick auf Gräfenthal (unten rechts).

Schließlich wurde am Nachmittag noch das Schloss Wespenstein in Gräfenthal besichtigt. Die Geschichte des Schlosses begann im 13. Jahrhundert als Zollhaus. Im 16. Jahrhundert wurde es als imposantes Schloss ausgebaut und diente der Adelsfamilie von Pappenheim, die in Bayern ihren Stammsitz hatte, als Wohnsitz. Die Familie von Pappenheim ist vielen Menschen indirekt durch das Sprichwort "Ich kenne meine Pappenheimer!" bekannt. Die Aussage wurde abgewandelt auch von Friedrich Schiller in seiner Wallenstein-Trilogie aufgegriffen. Mittlerweile gehört das Schloss Wespenstein einer privaten Stiftung, die das Schloss aufwendig restauriert hat und Führungen anbietet. (Thüringen: AB & SM)

Zurück zum Seiteninhalt